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Nietzscheaner-Zentrale. Effortposts.
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Meine Theorie:
Damit eine Geschichte gut werde, muss man den vier Jung'schen kognitiven Funktionen Rechenschaft ablegen. Ich vermute, dass das beinahe schon eine hinreichende Bedingung ist.

Dem Denken: Die Geschichte muss einer logischen Rechnung folgen. Dinge müssen, jedenfalls bis zu einem gewissen Grad, "Sinn ergeben", das heißt begründbar sein. Sonst erhält man im Wesentlichen einen zufälligen Ablauf von Zufällen.

Dem Fühlen: Charaktere, Motive, Symbole usw. müssen eine gewisse emotionale Schwere beinhalten. Sonst erhält man einen Ablaufplan einer Fertigungsreihe einer Fabrik.

Dem Empfinden: Die Welt, Handlungen usw. müssen durch korrekte Wortwahl erfahrbar gemacht werden. Hier verordne ich auch den Spannungsbogen. Sonst erscheint die Geschichte blind, taub und geruchslos.

Der Intuition: Gewisse Ur-Bilder müssen bedient werden. Jung nannte hier sein "kollektives Unbewusstes" - vielleicht ist es epigenetisch, vielleicht folgt es einem uns (noch) unbekannten Mechanismus. Sonst erscheint die Geschichte uninteressant und unbefriedigend.
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Sie hassen mich, weil ich die Wahrheit spreche.
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🎥 Feldweg versus Milchstraße | Video-Version
https://www.youtube.com/watch?v=Z4NuuACwN8I
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Rechte Geschäftsideen für die Zukunft, von realistisch zu fantastisch:

1. Eine Energydrink-Marke mit L-Theanin.
2. Ein exklusives Wellness-Club-System mit Gyms, Thermen und Freibädern, klassisch gestaltet - ausgelegt, Ausländer fernzuhalten.
3. Eine Sicherheitsfirma/PMC, die selbst ausbildet und u.A. Auslandseinsätze durchführt.
4. Eine Auto-Marke, die moderne Technik mit klassischem Design verbindet.
5. Ein Hersteller von Luxus-Kreuzfahrt-Luftschiffen.
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🎥 Faustisches Fernsehen #24: Kunst und Politik
Mit Türmer.
https://www.youtube.com/watch?v=tCMIM0i8zgk
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Ich habe SpenglerGPT zur Rolle Donald Trumps befragt:
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Zur Lebenserfahrung:

Lebenserfahrung ist dann gut, wenn sie zu Erkenntnissen führt, die mittels der Vernunft erklärt werden können, jedenfalls größtenteils. Also durch logisch strukturierte Argumente, inklusive Beweise und Beispiele (Alle Erfahrung, die sich der Logik entzieht und die aber dennoch Bestand haben kann, entzieht sich damit automatisch dem kommunikativen Vermögen eines Gesprächs, womit ein Anführen dieser recht sinnlos ist).

Allerdings ist das ja nun gerade nicht die Art und Weise, wie sie uns täglich begegnet. Stattdessen haben wir meist einen dicken Boomer vor uns, der laut Eigenaussage 40 Jahre geoarbeitet hat und unsere Thesen als falsch bewertet, weil er "Lebenserfahrung" habe und wir nicht. Weiter kann und will er das dann in der Regel nicht ausführen. Und wenn, dann nur mit Allgemeinplätzen.

Das erraten wir natürlich leicht als das rhetorische Mittel des Autoritätsarguments - womit ein Gesprächsteilnehmer einen anderen immer täuschen und rhetorisch niederknüppeln will, um dessen Argument nicht gelten zu lassen. In der Folge ist "Lebenserfahrung" mittlerweile zum Meme geworden, das gegen die Redlichkeit desjenigen spricht, der mit ihr ankommt.

Es lässt sich somit die Tendenz beobachten, dass das Alter nicht weise macht, sondern dumm und wehleidig. Die Lebenserfahrung der allermeisten Alten ist wertlos. Man ist besser bedient, wenn man, statt auf die angebliche Weisheit des Volks zu hören, auf die vergangener, großer Persönlichkeiten hört.
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Ich habe mir gestern wieder einmal Stellen-Anzeigen durchgelesen, für den Fall, dass ich in Zukunft wieder Arbeitnehmer werden will:

Alle werben sie damit, dass man bei ihnen Tätigkeiten verrichten werde, die "relevant" sind und "die Gesellschaft voranbringen". Alles Lügen und die kauft ihnen auch keiner mehr ab. Sie wären attraktiver, würden sie stattdessen einfach direkt mit dem Gehalt oder irgendeiner anderen handfesten Bedingung werben, z.B. 36h-Woche, statt 40h - oder 100% Homeoffice. Tun viele, aber erst an fünfter Stelle oder so.

Zoomer interessiert der "Lebenssinn" durch die Arbeit nicht mehr. Das war ein Millennial-Phänomen, das so lange funktionierte, wie man sich primär im realen Leben getroffen hat, statt übers Internet. Jetzt, wo es umgekehrt ist, kommt es vor allem auf die Persönlichkeit an und nicht mehr auf den Beruf. Denn die kann man nicht faken.
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Gibt es "intergenerationelles Trauma" überhaupt? Immer wenn ich etwas von zu brechenden Kreisläufen lese, entsichere ich meinen Browning.

Solches "Trauma" zu überwinden, läuft doch im konkreten immer darauf hinaus, jemanden von seiner Herkunft abzuschneiden. Es besteht für mich kein Zweifel daran, dass die adligen Zucht-Tugenden modernen Psychologen als "traumatisch" gelten würden. Das, was einen auszeichnet, macht ihn zugleich unmenschlicher, denn er hat es ja vor allen anderen Menschen. "Menschlich werden", das "Trauma ablegen", bedeutet, gewöhnlich zu werden.

Eine gute, rechte Geschichte hingegen zeigt einen Held, der mit dem "Trauma" ringt, das seine Eltern ihm auferlegt haben. Aber am Ende der Handlung begreift er dessen Sinnhaftigkeit und bejaht den großen Kreislauf, statt ihn zu "durchbrechen". Das ist seine eigentliche Katharsis: Die Reinigung von utopistischen Affekten. Das ist amor fati.
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