Was auch immer werde:
Steh zur Heimaterde,
Bleibe wurzelstark!
Kämpfe, blute, werbe
Für dein höchstes Erbe,
Siege oder sterbe:
Deutsch sei bis ins Mark.
Was dich auch bedrohe:
Eine heil'ge Lohe
Gibt dir Sonnenkraft!
Laß dich nimmer knechten,
Laß dich nicht entrechten;
Man gibt den Gerechten
Wahre Heldenschaft!
-Heinrich Gutberlet, 24.05.1877 Hersfeld - 19.05.1953 in Zweibrücken/Pfalz-
@DeutscheDD
Steh zur Heimaterde,
Bleibe wurzelstark!
Kämpfe, blute, werbe
Für dein höchstes Erbe,
Siege oder sterbe:
Deutsch sei bis ins Mark.
Was dich auch bedrohe:
Eine heil'ge Lohe
Gibt dir Sonnenkraft!
Laß dich nimmer knechten,
Laß dich nicht entrechten;
Man gibt den Gerechten
Wahre Heldenschaft!
-Heinrich Gutberlet, 24.05.1877 Hersfeld - 19.05.1953 in Zweibrücken/Pfalz-
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Der Wintereinbruch ❄️
Ein rar gesät Vergnügen
Wenn Schnee in dichtem Treiben flockt
Aus grauen Straßenzügen
Die Kinder in den Stadtpark lockt
Dann bleibt das Handy liegen
Der Schlitten wird befreit vom Rost
Die weißen Bälle fliegen
Solang das Land verharrt im Frost
Am Bach weiß zu gefallen
Ein stolzer Schneemann reich geschmückt
Gefertigt aus Kristallen
Mit Möhr und schwarzem Topf bestückt
Die großen Augen staunen
Am eisbedeckten Ententeich
Es schwirrt ein leises Raunen
Gesandt von einem andren Reich
Doch wird er lang nicht bleiben
Denn seltnes Glück zieht schnell vorbei
Mit ihm das Wintertreiben
Macht Platz gewohntem Einerlei
Die Pracht ist schnell vergangen
Erschien fast wie ein schöner Traum
Gerade angefangen
Zerplatzt wie Glanz vom Seifenschaum.
-Björn Clemens-
@DeutscheDD
Ein rar gesät Vergnügen
Wenn Schnee in dichtem Treiben flockt
Aus grauen Straßenzügen
Die Kinder in den Stadtpark lockt
Dann bleibt das Handy liegen
Der Schlitten wird befreit vom Rost
Die weißen Bälle fliegen
Solang das Land verharrt im Frost
Am Bach weiß zu gefallen
Ein stolzer Schneemann reich geschmückt
Gefertigt aus Kristallen
Mit Möhr und schwarzem Topf bestückt
Die großen Augen staunen
Am eisbedeckten Ententeich
Es schwirrt ein leises Raunen
Gesandt von einem andren Reich
Doch wird er lang nicht bleiben
Denn seltnes Glück zieht schnell vorbei
Mit ihm das Wintertreiben
Macht Platz gewohntem Einerlei
Die Pracht ist schnell vergangen
Erschien fast wie ein schöner Traum
Gerade angefangen
Zerplatzt wie Glanz vom Seifenschaum.
-Björn Clemens-
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Treue! Schwester zarter Liebe
Zwiegespanne höchster Tugend.
Bleibet stark im Weltgetriebe,
Hütet Reinheit für die Jugend.
Treue! Alter Werte Sinn und Ehre
Deutsche Männer kühn und stark,
Haltet scharf und blank die Wehre
Frei und aufrecht bis ins Mark.
Treue! Wort fest eingeschliffen
In des Schwertes Silberstahl,
Blinktest mir, wenn tief ergriffen
Meinen Geist ich Gott empfahl.
Treue! Mit des Blutes Weihe
Tief im Herzen eingebrannt,
Meine Ehre bleibt die Treue
Für mein Volk und Vaterland!
-Karl Leipert, 30.12.1909 in Klantendorf/Nordmähren - 31.10.1994 in Innsbruck-
@DeutscheDD
Zwiegespanne höchster Tugend.
Bleibet stark im Weltgetriebe,
Hütet Reinheit für die Jugend.
Treue! Alter Werte Sinn und Ehre
Deutsche Männer kühn und stark,
Haltet scharf und blank die Wehre
Frei und aufrecht bis ins Mark.
Treue! Wort fest eingeschliffen
In des Schwertes Silberstahl,
Blinktest mir, wenn tief ergriffen
Meinen Geist ich Gott empfahl.
Treue! Mit des Blutes Weihe
Tief im Herzen eingebrannt,
Meine Ehre bleibt die Treue
Für mein Volk und Vaterland!
-Karl Leipert, 30.12.1909 in Klantendorf/Nordmähren - 31.10.1994 in Innsbruck-
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Deutsche Treue.
In jedem Herzen schlägt der Hochgedanke
Fürs deutsche Volk in Nord, Süd, West und Ost
Und ruft das Deutschtum auf, daß es nicht wanke,
So sehr der Sturm auch unser Land umtost:
Es gilt dem heiligen Dienst am Vaterland,
Und deutsche Treue sei das feste Band!
Die deutsche Urkraft laßt uns rein erhalten:
Es gilt der Zukunft, gilt der besseren Zeit!
Zum Wohl des Ganzen laßt in starkem Walten
Aufraffen uns in voller Einigkeit!
Es gilt dem heiligen Dienst am Vaterland,
Und deutsche Treue sei das feste Band!
Seid einig in des Landes schwerster Stunde,
O stellet alles Trennende zurück,
Und schließt euch zu dem großen deutschen Bunde
Zusammen zu des deutschen Volkes Glück!
Es gilt dem heiligen Dienst am Vaterland,
Und deutsche Treue sei das feste Band!
-Walter Hochlandt, 05.08.1883 Stubendorf - seit 1941 verschollen bei Minsk, aus „Menschheitsmorgenrot“-
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In jedem Herzen schlägt der Hochgedanke
Fürs deutsche Volk in Nord, Süd, West und Ost
Und ruft das Deutschtum auf, daß es nicht wanke,
So sehr der Sturm auch unser Land umtost:
Es gilt dem heiligen Dienst am Vaterland,
Und deutsche Treue sei das feste Band!
Die deutsche Urkraft laßt uns rein erhalten:
Es gilt der Zukunft, gilt der besseren Zeit!
Zum Wohl des Ganzen laßt in starkem Walten
Aufraffen uns in voller Einigkeit!
Es gilt dem heiligen Dienst am Vaterland,
Und deutsche Treue sei das feste Band!
Seid einig in des Landes schwerster Stunde,
O stellet alles Trennende zurück,
Und schließt euch zu dem großen deutschen Bunde
Zusammen zu des deutschen Volkes Glück!
Es gilt dem heiligen Dienst am Vaterland,
Und deutsche Treue sei das feste Band!
-Walter Hochlandt, 05.08.1883 Stubendorf - seit 1941 verschollen bei Minsk, aus „Menschheitsmorgenrot“-
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Gleich und gleich
Gleich und gleich gesellt sich gern,
Wer du bist, zeigt dein Begleiter;
Aus dem Knecht kennt man den Herrn,
Aus der Fahne ihre Streiter.
Was du billigst, noch so fern,
Ist nach Tagen oder Wochen
Dein, als ob du's selbst gesprochen!
🪦-Franz Seraphicus Grillparzer, 15.01.1791 in Wien – 21.01.1872 ebenda-
@DeutscheDD
Gleich und gleich gesellt sich gern,
Wer du bist, zeigt dein Begleiter;
Aus dem Knecht kennt man den Herrn,
Aus der Fahne ihre Streiter.
Was du billigst, noch so fern,
Ist nach Tagen oder Wochen
Dein, als ob du's selbst gesprochen!
🪦-Franz Seraphicus Grillparzer, 15.01.1791 in Wien – 21.01.1872 ebenda-
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💯84👍26👏6🔥3🥰3👌3
Unhemmbar rinnt und reißt der Strom der Zeit,
in dem wir gleich verstreuten Blumen schwimmen,
unhemmbar braust und fegt der Sturm der Zeit,
wir riefen kaum, verweht sind unsre Stimmen.
Ein kurzer Augenaufschlag ist der Mensch,
den ewige Kraft auf ihre Werke tut;
ein Blinzeln - der Geschlechter lange Reihn,
ein Blick - des Erdballs Werden und Verglut!
-Christian Otto Josef Wolfgang Morgenstern, 06.05.1871 in München – 31.03.1914 in Untermais (Tirol)-
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in dem wir gleich verstreuten Blumen schwimmen,
unhemmbar braust und fegt der Sturm der Zeit,
wir riefen kaum, verweht sind unsre Stimmen.
Ein kurzer Augenaufschlag ist der Mensch,
den ewige Kraft auf ihre Werke tut;
ein Blinzeln - der Geschlechter lange Reihn,
ein Blick - des Erdballs Werden und Verglut!
-Christian Otto Josef Wolfgang Morgenstern, 06.05.1871 in München – 31.03.1914 in Untermais (Tirol)-
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Wir leben zugleich in einer doppelten Atmosphäre,
in einer sinnlichen und in einer übersinnlichen!⚡️
Georg Friedrich Rudolf Theodor Andreas Herwegh, 31.05.1817 in Stuttgart – 07.04.1875 in Lichtental-
@DeutscheDD
in einer sinnlichen und in einer übersinnlichen!
Georg Friedrich Rudolf Theodor Andreas Herwegh, 31.05.1817 in Stuttgart – 07.04.1875 in Lichtental-
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Furchtsamkeit ist das beste Mittel, um aus kleinen Gefahren große zu machen.
Oft gewinnt der Feind erst Mut, wenn er die Feigheit des Gegners wahrnimmt! ⚔️
-Otto von Leixner, 24.04.1847 in Schloß Saar, Mähren – 12.04.1907 in Groß-Lichterfelde-
@DeutscheDD
Oft gewinnt der Feind erst Mut, wenn er die Feigheit des Gegners wahrnimmt! ⚔️
-Otto von Leixner, 24.04.1847 in Schloß Saar, Mähren – 12.04.1907 in Groß-Lichterfelde-
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Die Sprache ist gleichsam die äußerliche Erscheinung des Geistes der Völker;
Ihre Sprache ist ihr Geist und ihr Geist ihre Sprache;
Man kann sich beide nie identisch genug denken!
Friedrich Wilhelm Christian Carl Ferdinand von Humboldt, 22.06.1767 in Potsdam – 08.04.1835 in Tegel-
@DeutscheDD
Ihre Sprache ist ihr Geist und ihr Geist ihre Sprache;
Man kann sich beide nie identisch genug denken!
Friedrich Wilhelm Christian Carl Ferdinand von Humboldt, 22.06.1767 in Potsdam – 08.04.1835 in Tegel-
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Stimmt an mit hellem, hohem Klang,
stimmt an das Lied der Lieder,
des Vaterlandes Hochgesang,
das Waldtal hall´ es wieder.
Der alten Barden Vaterland,
dem Vaterland der Treue,
dir, freies unbezwung´nes Land,
dir weih´n wir uns auf´s neue.
Zur Ahnentugend wir uns weih´n,
zum Schutze deiner Hütten;
wir lieben deutsches Fröhlichsein
und alte, deutsche Sitten.
Die Barden sollen Lieb´ und Wein,
doch öfter Tugend preisen,
und sollen bied´re Männer sein
in Taten und in Weisen.
Ihr Kraftgesang soll himmelan
mit Ungestüm sich reißen :
Jeder echte, deutsche Mann
soll Freund und Bruder heißen!
-Matthias Claudius, 15.08.1740 in Reinfeld (Holstein) – 21.01.1815 in Hamburg-
@DeutscheDD
stimmt an das Lied der Lieder,
des Vaterlandes Hochgesang,
das Waldtal hall´ es wieder.
Der alten Barden Vaterland,
dem Vaterland der Treue,
dir, freies unbezwung´nes Land,
dir weih´n wir uns auf´s neue.
Zur Ahnentugend wir uns weih´n,
zum Schutze deiner Hütten;
wir lieben deutsches Fröhlichsein
und alte, deutsche Sitten.
Die Barden sollen Lieb´ und Wein,
doch öfter Tugend preisen,
und sollen bied´re Männer sein
in Taten und in Weisen.
Ihr Kraftgesang soll himmelan
mit Ungestüm sich reißen :
Jeder echte, deutsche Mann
soll Freund und Bruder heißen!
-Matthias Claudius, 15.08.1740 in Reinfeld (Holstein) – 21.01.1815 in Hamburg-
@DeutscheDD
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Mötst di nich argern,
hett keinen Wiert,
mötst di blot wunnern,
wat all passiert.
Mötst ümmer denken,
de Welt is nich klauk,
jeder hett Grappen,
du hest se ok!
Mötst di nich argern,
hett keinen Sinn,
ward di blot schaden
un bringt nix in.
Ward an die fräten
as Qualm und Rook,
ist's nahst vergäten,
büst grad so klauk!
Mötst di nich argern
is Unrecht di dahn,
haug mal up'n Disch
un glieck is's vergahn.
Kort is dien Läben
un lang'n büst du dod,
Minsch, blot nich argern,
Ne,lachen deiht gaud!
-Rudolf Heinrich Wilhelm Tarnow, 25.02.1867 in Parchim – 19.05.1933 in Sachsenberg bei Schwerin-
@DeutscheDD
hett keinen Wiert,
mötst di blot wunnern,
wat all passiert.
Mötst ümmer denken,
de Welt is nich klauk,
jeder hett Grappen,
du hest se ok!
Mötst di nich argern,
hett keinen Sinn,
ward di blot schaden
un bringt nix in.
Ward an die fräten
as Qualm und Rook,
ist's nahst vergäten,
büst grad so klauk!
Mötst di nich argern
is Unrecht di dahn,
haug mal up'n Disch
un glieck is's vergahn.
Kort is dien Läben
un lang'n büst du dod,
Minsch, blot nich argern,
Ne,lachen deiht gaud!
-Rudolf Heinrich Wilhelm Tarnow, 25.02.1867 in Parchim – 19.05.1933 in Sachsenberg bei Schwerin-
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Ihr fürchtet nichts, Tyrannen;
allein den Tod, den fürchtet ihr!
August Graf von Platen-Hallermünde (geboren als Karl August Georg Maximilian Graf von Platen-Hallermund), 24.10.1796 in Ansbach (Ansbach-Bayreuth) – 05.12.1835 in Syrakus-
@DeutscheDD
allein den Tod, den fürchtet ihr!
August Graf von Platen-Hallermünde (geboren als Karl August Georg Maximilian Graf von Platen-Hallermund), 24.10.1796 in Ansbach (Ansbach-Bayreuth) – 05.12.1835 in Syrakus-
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Schneeschuhfahrermarsch
Da hammr unnre Freid.
Fängt's iewerall zu wabeln a
Is draußen gute Schneeschubah.
Un liegt off unrer Höh
's erschte Finkele Schnee,
Do schnall mr unre Schneeschuh na
Un fahrn drfa.
Ja so frisch un frei
Wie mr Arzgebirger sei.
Mr halten aus in Sturmgebraus
Ob's wattert stürmt und schneit.
Off unrer Höh,
Do liegt dr erschte Schnee,
Do liegt dr a an längsten dort,
Drim gieh mer a net fort.
Frisch auf, alle Zeit!
Mir halten trei zu unrer Haamit.
Singe lustig unner Lied.
Un müß mr fort, so kehr mr wieder,
So wie dr Vugel hamwärts zieht!
Wie hebt sich doch de Brust!
Von Berg zu Tol durch Wald un Grind
Zu sausen iebern Schnee geschwind.
Un is ka Stabben Bah,
Do liegt uns gar nüschd dra.
Mr fahrn doch ner dr Nos enoch,
Da gibbd's ka Frog.
Wie krabbelt's Blut,
Wie war'n de Backen rut,
Wie glänzt es aa off freier Höh
Liegt all's in tiefen Schnee.
Un durchs Gemüt
Haamitsinge zieht.
E Haamitlied von deitscher Trei:
Wie schlägt es Herz su frei!
Frisch auf, alle Zeit! ---------
Mr kriegt ja gar net sott.
Geht's ham von langer Schneeschuhfahrt,
Hängt voller Eis und Schnee dr Bart.
Dr Kneedeldopp in dr Rähr,
Der is so farchtbar leer.
Un wos rimsteht an Asserei,
Dos muß abn nei.
Wer'sch noch net kaa:
Fang Schneeschuhlaafen aa!
Dos hält gesund 'zamm Leib un Seel',
Mr kimmt gut von dr Stell.
Un haat's ann hie,
Is a emol ganz schie.
Mr fällt ja waach, stieht auf geschwind,
Un fort gieht's wie dr Wind.
Frisch auf, alle Zeit! ---------
Ner net lang rimgedallt.
Dr Winter is e alter Ma,
Den muß mr ehrn, so lang mr kaa.
Der maant's uns immer gut,
Drum raus mit frischen Mut.
Wer will sei Haamit racht verstieh,
Der muß naus gieh.
Off freier Höh
So übern tiefen Schnee
Zu sausen ohne Sorg un Müh,
Ach Kinder, is das schie!
Un is vorbei
De Schneeschuhfahrerei,
Is stark 's Herz un frei 's Gemüt,
Drum sing' mr unner Lied:
Frisch auf, alle Zeit!
-Anton Günther, 05.06.1876 in Gottesgab - 29.04.1937 ebenda-
@DeutscheDD
Da hammr unnre Freid.
Fängt's iewerall zu wabeln a
Is draußen gute Schneeschubah.
Un liegt off unrer Höh
's erschte Finkele Schnee,
Do schnall mr unre Schneeschuh na
Un fahrn drfa.
Ja so frisch un frei
Wie mr Arzgebirger sei.
Mr halten aus in Sturmgebraus
Ob's wattert stürmt und schneit.
Off unrer Höh,
Do liegt dr erschte Schnee,
Do liegt dr a an längsten dort,
Drim gieh mer a net fort.
Frisch auf, alle Zeit!
Mir halten trei zu unrer Haamit.
Singe lustig unner Lied.
Un müß mr fort, so kehr mr wieder,
So wie dr Vugel hamwärts zieht!
Wie hebt sich doch de Brust!
Von Berg zu Tol durch Wald un Grind
Zu sausen iebern Schnee geschwind.
Un is ka Stabben Bah,
Do liegt uns gar nüschd dra.
Mr fahrn doch ner dr Nos enoch,
Da gibbd's ka Frog.
Wie krabbelt's Blut,
Wie war'n de Backen rut,
Wie glänzt es aa off freier Höh
Liegt all's in tiefen Schnee.
Un durchs Gemüt
Haamitsinge zieht.
E Haamitlied von deitscher Trei:
Wie schlägt es Herz su frei!
Frisch auf, alle Zeit! ---------
Mr kriegt ja gar net sott.
Geht's ham von langer Schneeschuhfahrt,
Hängt voller Eis und Schnee dr Bart.
Dr Kneedeldopp in dr Rähr,
Der is so farchtbar leer.
Un wos rimsteht an Asserei,
Dos muß abn nei.
Wer'sch noch net kaa:
Fang Schneeschuhlaafen aa!
Dos hält gesund 'zamm Leib un Seel',
Mr kimmt gut von dr Stell.
Un haat's ann hie,
Is a emol ganz schie.
Mr fällt ja waach, stieht auf geschwind,
Un fort gieht's wie dr Wind.
Frisch auf, alle Zeit! ---------
Ner net lang rimgedallt.
Dr Winter is e alter Ma,
Den muß mr ehrn, so lang mr kaa.
Der maant's uns immer gut,
Drum raus mit frischen Mut.
Wer will sei Haamit racht verstieh,
Der muß naus gieh.
Off freier Höh
So übern tiefen Schnee
Zu sausen ohne Sorg un Müh,
Ach Kinder, is das schie!
Un is vorbei
De Schneeschuhfahrerei,
Is stark 's Herz un frei 's Gemüt,
Drum sing' mr unner Lied:
Frisch auf, alle Zeit!
-Anton Günther, 05.06.1876 in Gottesgab - 29.04.1937 ebenda-
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Deutschlands Erwachen
Sonnenschein lag auf Deutschlands Flur,
Markig zog der Pflug seine Spur,
Still wartest Du auf die Ernte nur.
Da horch, gewaltig! Nicht Sichelklang,
Nein, Schwerterblitzen und Waffengang,
Unzählbarer Feinde Schlachtgesang.
Ruchlos fielen sie über Dich her,
Gönnten Dir keinen Frieden mehr,
Riefen Dich unter die eiserne Wehr.
Da bist über Nacht
Du zum Riesen erwacht,
Hast Schrecken in die Reihen gebracht.
Gewaltiger Rächer im Weltengericht.
Germanenzorn im Angesicht,
Befreier der Menschheit zum göttlichen Licht.
Weh` Dir, Du falsche verlogene Brut,
Weh` Dir, mein Schwert ist scharf und gut!
Zitt`re vor deutschem Heldenmut!
-H. Ladendorf, (1914)-
@DeutscheDD
Sonnenschein lag auf Deutschlands Flur,
Markig zog der Pflug seine Spur,
Still wartest Du auf die Ernte nur.
Da horch, gewaltig! Nicht Sichelklang,
Nein, Schwerterblitzen und Waffengang,
Unzählbarer Feinde Schlachtgesang.
Ruchlos fielen sie über Dich her,
Gönnten Dir keinen Frieden mehr,
Riefen Dich unter die eiserne Wehr.
Da bist über Nacht
Du zum Riesen erwacht,
Hast Schrecken in die Reihen gebracht.
Gewaltiger Rächer im Weltengericht.
Germanenzorn im Angesicht,
Befreier der Menschheit zum göttlichen Licht.
Weh` Dir, Du falsche verlogene Brut,
Weh` Dir, mein Schwert ist scharf und gut!
Zitt`re vor deutschem Heldenmut!
-H. Ladendorf, (1914)-
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In einem Lande möcht' ich wohnen,
Wo der Natur gesetzter Zwang
Hinwandeln läßt durch glüh'nde Zonen
Des Jahres unverrückten Gang;
Wo nach des Winters Regengüssen
Ein langer fester Sommer kommt,
Und auch die Menschen fühlen müssen,
Daß nicht ein wirrer Wechsel frommt.
Und wäre das mir nicht beschieden,
So möcht' ich wohnen an dem Pol,
Wo eines tiefen Winters Frieden
Ich mir ließ' auch gefallen wohl;
Da muß des Menschen Geist versenken
Sich können in des Daseins Schacht
Und still sich nach den Sternen lenken
In ewig heller Winternacht.
Unselig ist der Mitte Schwanken,
Dem hier wir unterworfen sind,
Wo Stunden wechseln wie Gedanken,
Und die Gedanken wie der Wind:
Wo keine ruhige Entfaltung
Erlaubt des Jahrlaufs wilde Hast,
Und in verworrner Welthaushaltung
Mensch und Natur hat nirgends Rast!
🪦 -Friedrich Johann Michael Rückert, 16.05.1788 in Schweinfurt – 31.01.1866 in Neuses-
@DeutscheDD
Wo der Natur gesetzter Zwang
Hinwandeln läßt durch glüh'nde Zonen
Des Jahres unverrückten Gang;
Wo nach des Winters Regengüssen
Ein langer fester Sommer kommt,
Und auch die Menschen fühlen müssen,
Daß nicht ein wirrer Wechsel frommt.
Und wäre das mir nicht beschieden,
So möcht' ich wohnen an dem Pol,
Wo eines tiefen Winters Frieden
Ich mir ließ' auch gefallen wohl;
Da muß des Menschen Geist versenken
Sich können in des Daseins Schacht
Und still sich nach den Sternen lenken
In ewig heller Winternacht.
Unselig ist der Mitte Schwanken,
Dem hier wir unterworfen sind,
Wo Stunden wechseln wie Gedanken,
Und die Gedanken wie der Wind:
Wo keine ruhige Entfaltung
Erlaubt des Jahrlaufs wilde Hast,
Und in verworrner Welthaushaltung
Mensch und Natur hat nirgends Rast!
🪦 -Friedrich Johann Michael Rückert, 16.05.1788 in Schweinfurt – 31.01.1866 in Neuses-
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